Fußball

Kovac zum Arbeitssieg seines BVB: „Ein hartes Stück Arbeit, aber ein total verdienter Sieg“

Dortmunds Keeper Kobel zu den hohen Reisestrapazen: „Als Ausrede darf das nie zählen“ - Doppeltorschütze Guirassy bemängelt die fehlende Konstanz des BVB: „Das macht auf höchstem Niveau den Unterschied“ - DAZN-Experte Kneißl stimmt Kovac zu: „Sehr viel Arbeit, aber sie haben sich belohnt“

Berlin/München, 20.10.2026

Sehr geehrte Medienpartner, anbei erhalten Sie die wichtigsten Stimmen aus der Partie Sabah FK gegen Borussia Dortmund (1:2) am 3. Spieltag der Ligaphase der UEFA Champions League live bei DAZN.

 

Niko Kovac (Trainer Borussia Dortmund) ...

… zum 2:1-Sieg gegen Sabah FK: „Wenn man ein Spiel gewinnt, vor allem wenn es ein knapper Sieg ist, ist man natürlich erleichtert. Wir haben heute offensiv ein richtig gutes Spiel gemacht und viele Chancen kreiert. Leider haben wir nicht alle genutzt. Hätten wir nur die Hälfte unserer weiteren Chancen verwertet, hätten wir sicherlich mit drei oder vier Toren Unterschied gewonnen. Das hat mir gefallen. Wir haben das eine oder andere Mal einen kleinen Fehler gemacht und dadurch den Gegner wieder ins Spiel gebracht. Es war ein hartes Stück Arbeit, aber ein total verdienter Sieg.“

… zu den schwächeren Phasen seiner Mannschaft: „Im Fußball gibt es immer wieder Phasen, in denen mal die eine und mal die andere Mannschaft die Oberhand hat. Wir haben das in den ersten 30 Minuten richtig gut gemacht. Dann haben wir durch ein paar kleine Ballverluste im Mittelfeld und Unkonzentriertheiten den Gegner wieder ins Spiel gebracht und auch das Publikum wieder ins Spiel geholt. Das müssen wir aus dieser Partie mitnehmen. So etwas darf uns nicht passieren. Trotzdem bin ich mit der Leistung sehr zufrieden, weil ich heute eine offensiv starke Mannschaft gesehen habe, die viele Chancen kreiert hat.“

… zur Chancenverwertung: „Man muss den besser postierten Mitspieler sehen, damit wir ein einfaches Tor erzielen können, oder selbst präziser abschließen. Wir haben einige Male aufs Tor geschossen, wobei der gegnerische Torhüter auch zwei oder drei sehr gute Bälle gehalten hat. Das muss man anerkennen. Insgesamt bin ich nach diesem dritten Auswärtsspiel mit der Art und Weise unseres Auftritts sehr zufrieden.“

… zur Startelf-Nominierung von Carney Chukwuemeka (vor dem Spiel): „Wir brauchen spielstarke Spieler. Dadurch, dass uns Kosta Karetsas auch noch weggefallen ist, benötigen wir jemanden, der Eins-gegen-eins-Situationen lösen und durch ein gutes Dribbling aus diesen Positionen für Überzahl sorgen kann. Felix Nmecha und Joey Veerman sind ebenfalls spielstarke Spieler. Wir wollen hier sicherlich viel Ballbesitz haben, auch wenn der Gegner selbst gerne mit dem Ball spielt. Je mehr wir den Ball haben, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir auch etwas Zählbares herausholen.“

 

Gregor Kobel (Torwart Borussia Dortmund) ...

… zum 2:1-Sieg gegen Sabah FK: „Am Ende war es vielleicht etwas schwerer, als es hätte sein müssen. Wir hatten die Chancen, schon früher das eine oder andere Tor zu machen und dadurch ein ruhigeres Spiel zu haben. Wir haben uns sehr viele Chancen herausgespielt, sicherlich die meisten in den vergangenen Wochen. Das war sehr positiv. Es ist schade, dass wir es nicht geschafft haben, das Spiel früher zu entscheiden. So bleibt es bis zum Ende knapp und der Gegner ist noch im Spiel.“

… zu den Schwierigkeiten, das Spiel über 90 Minuten zu kontrollieren: „Das hängt heute ganz klar mit dem Spielverlauf zusammen. Wenn du nur mit einem Tor führst, riecht der Gegner bis zum Schluss, dass noch etwas möglich ist. Dann wird es schwieriger, das Momentum auf deiner Seite zu behalten. Wir hatten heute sehr viele Chancen. Ich weiß nicht, wie hoch unser Expected-Goals-Wert war, aber es waren sicherlich mehr als zwei, wahrscheinlich sogar vier. Wenn du daraus früher drei, vier oder fünf Tore machst, hast du einen entspannten Abend. So bleibt der Gegner im Spiel und hat natürlich auch seine Qualität. Sie spielen nicht ohne Grund in der Champions League.“

… zu den Reisestrapazen der vergangenen Tage: „Es war natürlich sehr anstrengend. Du sitzt viel im Flieger, hast unterschiedliche Zeitzonen, bist im Hotel und hast nur wenig Zeit zur Regeneration. Natürlich ist das anstrengend, aber das gehört zu unserem Job. Für uns geht es darum, das Beste daraus zu machen, gut damit umzugehen und schnell zu regenerieren. Am Ende musst du deine Leistung bringen. Als Ausrede darf das nie zählen. Aber es wäre gelogen, wenn man behaupten würde, dass das alles ganz einfach ist.“

 

Serhou Guirassy (Doppeltorschütze Borussia Dortmund) ...

… zu seiner Zufriedenheit nach dem Sieg: „Ich bin nur halb zufrieden. Natürlich bin ich glücklich über den Sieg, weil er für die Mannschaft sehr wichtig war. Aber wir haben einige Chancen liegen lassen. Am Ende ist es ein gutes Ergebnis und wir müssen als Mannschaft weiter nach vorne schauen. Die vergangenen drei Spiele waren schwierig. Deshalb war es heute so wichtig, wieder zu gewinnen. Das haben wir geschafft. Glückwunsch an die gesamte Mannschaft und vielen Dank an die Fans für ihre Unterstützung.“

… zur fehlenden Konstanz bei Borussia Dortmund: „Uns fehlt die Konstanz. Das macht auf höchstem Niveau den Unterschied. Die besten Spieler zeigen jede Woche konstant ihre Leistung. Wir sind Topspieler und müssen daran arbeiten, ich selbst eingeschlossen. Wenn wir alle konstant unsere Leistungen bringen, können wir in dieser Saison viel erreichen.“

… zur entscheidenden Verbesserung in der zweiten Halbzeit: „Zunächst einmal war es wichtig, weiterzukämpfen. Wir hatten einige Chancen und mussten gewinnen. Um ein Spiel zu gewinnen, musst du Tore schießen. Das haben wir geschafft. Natürlich hätten wir heute mehr Tore erzielen können, aber am Ende sind wir glücklich über den Sieg.“

 

Joy-Lance Mickels (Sabah FK) ...

… zur 1:2-Niederlage gegen Borussia Dortmund: „Es war eine sehr gute Erfahrung, aber die Niederlage ist sehr schmerzhaft. In der ersten Halbzeit haben wir nach dem Gegentor sehr gut gespielt. Über einen langen Zeitraum waren wir meiner Meinung nach sogar überlegen und hatten zum Ende der ersten Halbzeit die größeren Chancen. Für die zweite Halbzeit hatten wir uns vorgenommen, genauso weiterzumachen. Aber am Ende ist es eben Dortmund. Sie finden die Lücken und dann wird es schwer. Die Niederlage tut sehr weh, denn wir hätten definitiv auch ein zweites Tor erzielen und vielleicht einen Punkt mitnehmen können. Das wäre gegen Dortmund natürlich ein großes Erlebnis gewesen.“

… zu seinem aberkannten Abseitstor: „Natürlich gibt jedes Tor Selbstvertrauen. Ich habe die Szene noch nicht gesehen und weiß nicht, wie knapp es war. Es wäre schön gewesen, wenn das Tor gezählt hätte. Aber wir haben danach eine gute Reaktion gezeigt und gezeigt, dass wir auch mit Dortmund mithalten können. Letztendlich sind wir sehr enttäuscht über die Niederlage. Trotzdem wünsche ich Dortmund viel Glück.“

… zur Entwicklung seiner Mannschaft: „Wir haben uns in den vergangenen Spielen stetig verbessert. Dass wir jetzt auch gegen Dortmund so gut mithalten konnten, gibt uns Selbstvertrauen. Wir müssen schauen, was die nächsten Spiele bringen.“

… zu den weiteren Zielen in der Champions League: „Wir nehmen an diesem Wettbewerb teil, weil wir es vielleicht in die nächste Runde schaffen wollen. Deshalb sind diese Spiele auch wichtig, um Punkte zu sammeln. Du kannst so gut spielen, wie du willst, aber wenn du am Ende verlierst, bringt dir das auch nichts. Deswegen müssen wir jetzt schauen, dass wir Punkte holen. Das wird definitiv schwer, denn wir haben noch einige Brocken vor uns. Aber wir wollen jedes Spiel genauso angehen wie gegen Dortmund und versuchen, es zu gewinnen. Ich drücke unserer Mannschaft die Daumen, dass wir es schaffen. Wir denken von Spiel zu Spiel.“

 

DAZN-Experte Sebastian Kneißl ...

… zum Auftritt von Borussia Dortmund: „Es gab auch Phasen, die mir nicht gefallen haben. Die Anfangsphase war sehr gut, aber in beiden Halbzeiten haben sie das Momentum durch unnötige Passfehler wieder hergegeben. Dadurch hat Sabah immer mehr Ballbesitz bekommen. Das Ziel war, gerade in der zweiten Halbzeit durch die körperliche Überlegenheit zu zeigen, dass Dortmund der klare Favorit ist und das Spiel dominiert. Das haben sie nicht zu 100 Prozent bis zum Ende durchgezogen. Es war sehr viel Arbeit, aber sie haben sich belohnt. Damit ist der Job erledigt.“

… zur Rolle von Serhou Guirassy im Dortmunder Angriff: „Die Dortmunder sind brutal effizient. Guirassy braucht einfach nur den entsprechenden Service, denn seine Abschlussqualitäten hat er. Wenn er sich zu sehr aufreiben muss, nach links und rechts ausweicht, entgegenkommt und dann wieder in die Tiefe geht, fehlt er in genau diesen entscheidenden Momenten im Zentrum. Deshalb hat mir die Doppelspitze mit Fabio Silva auch gut gefallen.“

… zur Aufstellung des BVB (vor dem Spiel): „Niko Kovac probiert etwas. Er bringt Carney Chukwuemeka in die Mannschaft, der auf der Zehnerposition aktiv agieren soll. Insgesamt sind mir aber zu wenige Offensivspieler auf dem Platz. Mit Guirassy, Fabio Silva und Chukwuemeka sind es nur drei. Heute hätte ich mir ein oder zwei weitere Offensivspieler gewünscht, denn Dortmund wird deutlich mehr Ballbesitz haben als Sabah. Das ist vielleicht etwas konservativ und auf Stabilität bedacht. Möglicherweise ist dieses ‚Safety first‘ aber auch richtig, denn Sabah hat acht Heimspiele in Folge gewonnen.“

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