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Fußball

3. Liga komplett live bei MagentaSport – 7. Spieltag: Mannheim haut Türkgücü weg und feiert mit Batman-Maske

Wieder nur 1:1, Sechzig mühsam gegen Meppen: „Unser Spiel funktioniert noch nicht in Gänze“

Bonn, 04.09.2021

Mühsamer Saisonstart den TSV 1860 München: Das schmeichelhafte 1:1 gegen den SV Meppen ist für Sechzig bereits das 4. Unentschieden. „Unser Spiel funktioniert noch nicht in Gänze“, bilanzierte Sechzig-Trainer Michel Köllner und sah auch die Remis-Serie kritisch: „Das ist grundsätzlich zu wenig.“ Ganz anders: der SV Mannheim begeistert seine mit einem 3:0 gegen Türkgücü. „Das macht Spaß“, freute sich Trainer Patrick Glöckner, dessen Spieler Lebeau seine Tor-Premiere mit einer Batman-Maske in Aubameyang-Manier beging, was auch Glöckner „abfeierte“: „Sieht nach Batman aus, sieht geil aus.“ Im „Duell der Gebeutelten“ hat der MSV Duisburg durch ein 2:0 gegen Würzburg die Unruhe bei den Fans etwas befriedet. Kein Grund zu feiern, findet Torschütze Steurer: „Hundert Prozent zufrieden bin ich auch noch nicht mit dem Spiel.“ Die Kickers warten seit 4 Monaten auf einen Sieg, sind nach dem Abstieg aus Liga 2 Vorletzter in Liga 3. Sportvorstand Schuppan will nicht die Nerven verlieren: „Wir haben uns natürlich gewünscht, dass wir besser aus den Startlöchern kommen. Dementsprechend müssen wir jetzt weiter zusammenhalten.“ 

 

Nachfolgend die Stimmen der 4 Samstagspiele am Nachmittag – bei Verwendung bitte die Quelle MagentaSport angeben. Und so geht´s weiter: heute folgt noch die Partie 1. FC Magdeburg gegen 1. FC Kaiserslautern live. Morgen trifft Schlusslicht Havelse ab 13.45 Uhr auf die „Offensiv-Wirbler“ des BVB II. Der Montagshit: ab 18.45 Uhr empfängt Osnabrück Viktoria Köln. 

 

TSV 1860 München – SV Meppen 1:1

Der SV Meppen lässt sich nicht einfach so „weghauen“. Vor allem wenn man dem Gegner so viel Räume gibt, wie es der TSV 1860 München regelmäßig zulässt. „Unser Spiel funktioniert noch nicht in Gänze!“ Sechzig-Trainer Michael Köllner war nach dem 1:1 mitgenommen: „Große Enttäuschung. Wir hatten uns heute den Heimsieg vorgenommen und am Ende wurde es ein 1:1. Da bist du natürlich enttäuscht, weil wir auch viel investiert haben. Wir hatten sehr gute erste 47 Minuten. Am Ende war es dann kein gutes Spiel mehr von uns. Wir haben Meppen viel angeboten und die hatten dann gute Chancen. Am Ende bist du mit dem 1:1 zufrieden.“

Köllner über das 4. Unentschieden: „Das ist grundsätzlich zu wenig. Ich will immer die 3 Punkte. Von daher gefällt mir kein Unentschieden…Unser Spiel ist anscheinend nicht gut genug. Du kannst es dann mit Reden versuchen, zu korrigieren. Das funktioniert in der Regel nicht. Also bleibt dir nur eins: es wieder auf dem Trainingsplatz wieder zu richten.“

Marcel Bähr traf zum 1:1: „Die 2. Halbzeit hat uns gezeigt, dass wir glücklich sein können mit dem Punkt. Wir haben einfach schlecht verteidigt. Gerade die langen Bälle von Meppen waren immer brandgefährlich. Das Spiel hätte 3:1 für uns, aber auch 3:1 für Meppen ausgehen können. Wir haben uns das Spiel durch unsere 2. Halbzeit kaputt gemacht.“

 

Meppen-Trainer Rico Schmitt: „Wir sind natürlich superglücklich. Es ist ja nicht selbstverständlich, hier in München so zu bestehen. Viele Dinge sind bei uns aufgegangen, gerade die Innenverteidiger ins Spiel zu bringen, das Zentrum sauber zu halten. Das war ein richtig gutes Spiel.“  

 

MSV Duisburg – Würzburger Kickers 2:0

Weiter Tristesse beim Absteiger Würzburg, der mit dem allerletzten Aufgebot nach Duisburg reiste. MSV-Trainer Pavel Dotchev durfte sich zumindest über eine engagierte 1. Hälfte freuen, die eine 2:0-Führung bescherte: „Es war ein sehr intensives, hektisches Spiel. Ich glaube nicht, dass wir unsere beste Leistung gezeigt haben. Aber ich bin zufrieden, wie die Mannschaft verteidigt hat. Wir haben kaum Chancen zugelassen. Nach vorne wünsche ich ein bisschen mehr.….Die Wahrscheinlichkeit, in der Zukunft Spiele zu gewinnen, wird größer, wenn wir fußballerisch zulegen. Also das war heute gut verteidigt, aber ich wünsche mir noch viel mehr Ballbesitz. Das ist in der jetzigen Situation nicht möglich aufgrund des mangelnden Selbstvertrauens, Nervosität, der Sorge, Fehler zu machen. Das überträgt sich auf unser Spiel.“

Duisburgs Oliver Steurer wollte sich trotz seines 1:0 auch nicht so recht freuen über den 3. Saisonsieg, der den Unmut der Fans befriedete: „Wir haben zu Beginn der 2. Halbzeit einige Probleme gehabt. Da hat nicht alles so funktioniert, wie wir uns das vorgestellt haben. Ich glaube, wir müssen noch an so vielen Dingen arbeiten. Hundert Prozent zufrieden bin ich auch noch nicht mit dem Spiel.“ 

 

Würzburgs Trainer Ziegner war gesperrt, saß nur auf der Tribüne, deshalb gab´s eine Spiel-Bilanz von Co-Trainer Michael Hiemisch: „Es war ein zähes Spiel, wir kamen nicht in unsere Abläufe. Wir wollten eigentlich tiefer in der gegnerischen Hälfte stehen, haben das in der 2. Halbzeit besser gelöst. Sind näher vors Tor gekommen, hatten mehr Ballgewinne, aber die richtig großen Chancen haben wir uns auch nicht erspielt.“ 

Vier Monate ist der letzte Sieg her, Würzburgs Sportvorstand Sebastian Schuppan will nicht die Nerven verlieren: „Wir haben bewusst einen großen Umbruch nach der letzten Saison gemacht. Wir haben gewusst, dass es ein steiniger Weg wird. Wir haben uns natürlich gewünscht, dass wir besser aus den Startlöchern kommen. Dementsprechend müssen wir jetzt weiter zusammenhalten.“ 

 

Waldhof Mannheim – Türkgücü München 3:0

Erneut lieferte Mannheim eine starke Heimleistung ab. Mannheims Trainer Patrick Glöckner: „Ich bin sehr zufrieden, dass war ein hochverdienter Sieg….Wir haben mit der null hinten bestätigt, dass wir hinten viel solider geworden sind. Vorne unsere Wucht ist sowieso da. Das macht Spaß.“

Sein Spieler Adrien Lebeau setzte nach seinem 3:0 eine Batman-Maske in Aubameyang-Manie auf: „Ja, das war außergewöhnlich. Ich weiß auch nicht, wo er das Ding her hatte. Aber das ist das Geile am Fußball, das begeistert die Zuschauer. Da siehst du einfach, dass die Jungs vom Kopf her Bock haben. Ich sehe das jetzt auch das erste Mal. Sieht nach Batman aus, sieht geil aus.“

 

Türkgücü-Trainer Petr Ruman sah vorne und hinten Defizite: „Es lag an allem ein bisschen. Wir haben vorne für zu wenig Entlastung gesorgt und hinten haben wir in der Viererkette zu schnell die Bälle verloren.“

 

SC Verl – Viktoria Berlin 3:3

Es hat wieder nicht für gereicht, trotz Überzahl. Verls Pascal Steinwender wurde eingewechselt, traf zum 3:2, reichte aber nicht zum Sieg: „Ich muss der Mannschaft schon ein großes Lob aussprechen. Wie wir nach der Halbzeit trotz der beiden Rückschläge wieder zurückgekommen sind, zurückgefightet haben, das muss ich echt sagen: Hut ab vor der Mentalität. Dass wir nicht belohnt haben, ist ärgerlich. Am Wochenende holen wir uns die 3 Punkte in Zwickau wieder!“

„Das war definitiv ein Spektakel, da war alles drin. Ein verschossener Elfmeter, viele Großchancen, Rote Karte, viele Comebacks. Aber ich war selten so laut in der Kabine, wenn du so dominierst in der 1. Halbzeit und dann mit 0:1 in die Kabine gehst“, bilanzierte Viktoria-Trainer Benedetto Muzzicato, freute sich dennoch über ein spätes 3:3 in Unterzahl: „Wir sind froh über den Punkt, aber es ist immer noch viel Arbeit, dass sich die Jungs für so einen Aufwand dann auch mit mehr belohnen.“

 

Stimmen vom Freitag: 1.FC Saarbrücken – SV Wehen Wiesbaden 3:4

Viel los in Saarbrücken: 0:4 hinten, dann wäre dem Team von Uwe Koschinat fast noch der Ausgleich gelungen. Koschinats Lehre aus dem Spiel: „Du kannst in der 3. Liga keine Punkte holen, wenn du 4 Tore in einer Halbzeit bekommst und so desaströs agierst. Mir hat auch überhaupt nicht die Körpersprache gefallen – diese permanent herabhängenden Schultern, diese fehlende Galligkeit, auch mal richtig weh zu tun. Vielleicht hat man uns die gezogen, durch diese Rassismus-Geschichte, vielleicht fehlen da ein paar Prozentpunkte Aggressivität, weil sich jeder überprüft, ob er eine Übersprungshandlung auf dem Platz bringt oder nicht. Fakt ist, dass wir die in der 1. Halbzeit gar nicht auf den Platz gebracht haben, dass wir wahnsinnig brav waren. Dass wir unterlegen waren in Sachen Körperlichkeit und Geschwindigkeit.“

SVWW-Trainer Rüdiger Rehm auf die Frage, wie er sich 2 komplett unterschiedliche Halbzeiten erklärt, Rehm seufzte tief durch: „Ja, wir haben gewonnen. Hier 3 Punkte zu holen ist nicht einfach. Es sah in der 1. Halbzeit einfach aus, aber es war auch da nicht einfach. Wir waren alle schon mal bei einem Fußballspiel und wissen, was alles passieren kann. Und genau das ist heute passiert. Der Gegner hat eine 2. Luft bekommen und wir haben weiche Füße bekommen.“

 

Fußball LIVE bei MagentaSport - 7. Spieltag 3. Liga

Sonntag, 05.09.2021

Ab 13.45 Uhr: TSV Havelse – BVB II

Montag, 06.09.2021

Ab 18.45 Uhr: VfL Osnabrück – Viktoria Köln


FLYER ALARM Frauenfußball-Bundesliga

Sonntag, 05.09.2021

Ab 12.45 Uhr: SC Freiburg - Eintracht Frankfurt

Ab 14.15 Uhr: Bayer 04 Leverkusen - SGS Essen

Ab 15.45 Uhr: 1. FC Köln TSG 1899 Hoffenheim

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