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Eishockey

Deutsches WM-Aus eine „Ernüchterung“: Mo Müller sieht „Mindset“ als größtes Problem, DEB und DEL nun „gemeinsam“ gefordert – Österreich verpasst historische Chance

Moritz Müller - MagentaSport WM-Experte
Moritz Müller - MagentaSport WM-Experte
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Moritz Müller - MagentaSport WM-Experte

Bonn, 26.05.2026

Die Restchancen auf das Weiterkommen waren gering, nun herrscht Gewissheit: Das deutsche Ausscheiden bei der Eishockey-Weltmeisterschaft in der Schweiz ist mit dem 8:1-Sieg von Lettland über Ungarn besiegelt. MagentaSport WM-Experte Moritz Müller spricht von einer „Ernüchterung, die sich durch den Verlauf angedeutet hat. Man hat es selber aus der Hand gegeben und war davon abhängig, wie die anderen spielen.“ Wie schon im Podcast „WM-Spezial – Die Eishockey-Show“ vom langjährigen DEB-Kapitän angemerkt, gibt dem Olympia-Silbermedaillengewinner 2018 und Vize-Weltmeister 2023 die Entwicklung der letzten drei Turniere zu denken, bei denen man „jedes Mal sein Ziel verpasst hat“. Den „Willen“ will er der Mannschaft nicht absprechen, das Problem liege eher im „Mindset“: „Hier anzureisen und zu sagen, das Minimalziel ist Viertelfinale: Damit kommt man nicht weit! Das Ziel muss es sein, gegen die Amerikaner, die man dieses Jahr gut hätte schlagen können, vielleicht als Gruppendritter oder -zweiter weiterzukommen und dann wieder was zu reißen. Das hat man verpasst“, so das Fazit des Nationalspielers. Die Aussage von DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke, dass die Deutsche Eishockey Liga von einem negativen Abstrahleffekt des schwachen DEB-Abschneidens unberührt bleibe, kann Müller „überhaupt nicht nachvollziehen. Das wäre das erste Mal, dass die Nationalmannschaft keinen Abstrahleffekt auf die gesamte Sportart hat. Natürlich hat die Nationalmannschaft einen Abstrahleffekt – im Positiven wie im Negativen.“ Müllers klarer Appell an den Verband und die Liga, um das deutsche Eishockey voranzutreiben: „Das muss zusammen arbeiten, das muss ein Verschmelzen sein – zu sagen: Wir haben ein gemeinsames Ziel und wollen die Sportart größer machen. Nicht nur jeder für sich, sondern alle gemeinsam!“

 

In der deutschen WM-Gruppe verpasst auch Nachbarland Österreich den Viertelfinaleinzug. Auf die historischen drei Auftaktsiege folgen vier Niederlagen – darunter im Gruppenfinale ein 1:4 gegen Olympiasieger und Weltmeister USA, der damit das Ticket für die Runde der letzten Acht löst. „So kennt man die Amerikaner: Sie kommen zur WM, haben ihre Familien dabei und grooven sich erstmal ein. Zum Ende haben sie Fahrt aufgenommen“, bilanziert Experte Müller und prognostiziert für die prestigeträchtige Neuauflage des gewonnenen Olympia-Finals gegen Kanada im Viertelfinale eine weitere Leistungssteigerung: „Ich kann mir schon vorstellen, dass das Spiel gegen Kanada eins ist, was in der Heimat auch im Vorfeld sehr viel besprochen werden wird. Die Jungs werden heiß sein, das Spiel zu spielen.“

 

Nachfolgend die wichtigsten Aussagen und Clips zum WM-Gruppenspiel USA gegen Österreich sowie zum deutschen Ausscheiden. Bei Verwendung bitte MagentaSport als Quelle angeben. MagentaSport und MagentaTV zeigen die Eishockey-WM in der Schweiz live: Am Donnerstag stehen die Viertelfinals auf dem Programm (Info zu Spielpaarungen und Sendezeiten folgt nach Abschluss der Gruppenphase). Die 2. Folge „Kaltstart“ der Reihe #EishockeyDeutschland ist zudem ab dem morgigen Mittwoch, 18.00 Uhr, verfügbar.

 

„Damit kommt man nicht weit! – Mo Müller sieht Probleme im deutschen „Mindset“ und fordert Zusammenarbeit von DEB und DEL

 

MagentaSport-WM-Experte Moritz Müller über seine Reaktion auf das deutsche Ausscheiden: „Die Enttäuschung ist natürlich da. Das ist ein bisschen eine Ernüchterung, wobei es sich durch den Verlauf angedeutet hat. Man hat es selber aus der Hand gegeben und war davon abhängig, wie die anderen spielen. Deswegen war es nicht ganz überraschend, aber dennoch ein Stück weit enttäuschend.“

… über die Gründe, warum Deutschland das Weiterkommen nicht geschafft hat und die Kritik von Moritz Seider nach dem letzten Gruppenspiel: „Erstmal finde ich super, wie Mo [Moritz Seider, Anm.d.Red.] das mit klaren Worten angesprochen hat. Ich bin immer Fan davon, wenn sich jemand ein Herz fasst und seine Meinung sagt. Das ist immer ein Anstoß zur Diskussion. Das war auch harte Arbeit, die Jungs dahinzukriegen. Unsere Generation sehe ich da mitverantwortlich, weil wir kein Mindset wollten, dass wir hier hinkommen und sagen, wir sind mit 9 oder 10 Punkten zufrieden. Sondern die Jungs wollen mehr. Jetzt muss man in die Analyse gehen und sagen: Warum hat das nicht funktioniert? Der Wille der Jungs war da. Aber warum konnte man es nicht umsetzen? Der Trend ist so, dass man die letzten drei Turniere jedes Mal sein Ziel verpasst hat. Da muss man jetzt doch in die Analyse gehen und schauen, woran es wirklich gelegen hat. Das Mindset ist das Thema: Es ist wie ein 100-Meter-Sprint. Der Sprinter läuft ja nicht 100 Meter, sondern er geht 110 Meter an und will weiterlaufen als das Ziel, um möglichst schnell zu sein. Hier anzureisen und zu sagen, das Minimalziel ist Viertelfinale: Damit kommt man nicht weit! Das Ziel muss es sein, gegen die Amerikaner, die man dieses Jahr gut hätte schlagen können, vielleicht als Gruppendritter oder -zweiter weiterzukommen und dann wieder was zu reißen. Das hat man verpasst.“

… über die Aussage von DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke, dass die DEL von einem negativen Abstrahleffekt des schwachen DEB-Abschneidens unberührt bleibe: „Das kann ich überhaupt nicht nachvollziehen! Das wäre das erste Mal, dass die Nationalmannschaft keinen Abstrahleffekt auf die gesamte Sportart hat. Natürlich hat die Nationalmannschaft einen Abstrahleffekt – im Positiven wie im Negativen. Das haben wir gesehen mit den Erfolgen 2018 und 2023, was das für einen Push gegeben hat. Die Liga funktioniert gut und macht einen top Job an den Standorten. Eishockey wächst, das sieht man. Aber da ist die Nationalmannschaft auf jeden Fall ein Teil davon. Wir müssen mal alle überlegen: Wie können wir es denn noch besser machen? Und nicht sagen: Die Nationalmannschaft soll ihr Ding machen, die fährt zum Turnier, kommt zurück und Anfang September fängt die Saison an. Das muss zusammen arbeiten, das muss ein Verschmelzen sein – zu sagen: Wir haben ein gemeinsames Ziel und wollen die Sportart größer machen. Nicht nur jeder für sich, sondern alle gemeinsam!“ Link zum Interview: clipro.tv/player?publishJobID=VU5nMnBUeFNBdWdWL1FxeDhIaXJ5SDMvdndnUTIwYnpWdXNTZmh5bEJERT0=

 

„WM-Spezial – Die Eishockey-Show – Folge 8“ mit Moritz Müller

„Die Zeit ist reif, dass sich alle Akteure an einen Tisch setzen“: Die ausführlichen Aussagen von Experte Moritz Müller über die Entwicklung des deutschen Eishockeys in der aktuellen Folge des „WM-Spezial – Die Eishockey-Show“-Podcasts auf YouTube (siehe auch Medienservice heute Vormittag): www.youtube.com/watch?v=Bcfexcn3Y9o

 

#EishockeyDeutschland – Folge 2: „Kaltstart“

Die Reihe #EishockeyDeutschland mit intensiven Einblicken in den WM-Ablauf des DEB-Teams geht in die nächste Runde! Die 2. Folge mit dem Titel „Kaltstart“ ist ab dem morgigen Mittwoch, 27.05.2026, ab 18.00 Uhr verfügbar. Link zum Teaser: clipro.tv/player?publishJobID=WTVBT0lua0E2RG55UGJ4S24zVGMvQjZPZjB3cW5LbWJMdmFHMVI2TlIvRT0=

 

 

USA – Österreich 4:1

 

Österreich hat sich nach drei Auftaktsiegen ein Gruppenfinale ums Weiterkommen gegen den Weltmeister und Olympiasieger erspielt, muss sich den USA letztlich aber deutlich geschlagen geben. Mit einem Doppelschlag binnen 45 Sekunden sorgt der Favorit schon im 1. Drittel für klare Verhältnisse, baut den Vorsprung im Mittelabschnitt auf 4 Tore aus und kassiert durch Simeon Schwinger nur noch den österreichischen Ehrentreffer. Im Viertelfinale treffen die US-Amerikaner auf Kanada – prestigeträchtiges Duell und Neuauflage des Olympia-Finales.

Eine letzte Party der österreichischen Fans vor dem MagentaSport-Studio nach dem Spielende: Was bei den vergangenen Spielen zum Ritual wurde, findet durch das Ausscheiden des ÖEHV nun zum letzten Mal statt. Von der Niederlage lassen sich die Anhänger offenbar nicht die Stimmung vermiesen und feiern ihre Mannschaft. Link zum Clip: clipro.tv/player?publishJobID=MEdUL3VsNjhoRmRtdllONlVHaENhZExnVDVDWWdvSWxleDhYRXZySGNUUT0=

 

MagentaSport WM-Experte Moritz Müller sieht die USA nach einer deutlichen Leistungssteigerung im Turnierverlauf für das Viertelfinale gegen Kanada gerüstet: „Es war bisher ein großes Fragezeichen hinter der Leistung der Amerikaner, aber sie haben das ganze Spiel über dominiert. Man hatte nie das Gefühl, dass das den Amerikanern aus der Hand fallen könnte und die Österreicher nochmal dran kommen könnten. So kennt man die Amerikaner: Sie kommen zur WM, haben ihre Familien dabei und grooven sich erstmal ein. Zum Ende haben sie Fahrt aufgenommen. Das war ein überzeugender Auftritt. Ich kann mir schon vorstellen, dass das Spiel gegen Kanada eins ist, was in der Heimat auch im Vorfeld sehr viel besprochen werden wird. Da werden viele Nachrichten auf den Handys aufpoppen. Die Jungs werden heiß sein, das Spiel zu spielen!“ Link zum Interview: clipro.tv/player?publishJobID=ZmpZL0sxN1lBNFpqVmVqbjJMTXhhNExrc3JZWlJzODN6aG0xOXNRMWw5UT0=


Den Viertelfinal-Kracher Kanada gegen die USA zeigen MagentaSport und MagentaTV am morgigen Donnerstag live ab 16.00 Uhr aus Fribourg – mit Kommentator Daniel Wimmer. Morgen Abend ab 20.00 Uhr folgt live aus Zürich das Duell von WM-Gastgeber Schweiz gegen Schweden – mit Moderator Sascha Bandermann, Kommentator Basti Schwele sowie den Experten Rick Goldmann, Patrick Ehelechner und WM-Experte Moritz Müller.


IIHF WM 2026 | Viertelfinale 

 

Donnerstag, 28.05.2026

ab 16.00 Uhr: Kanada – USA (live aus Fribourg)

ab 20.00 Uhr: Schweiz – Schweden (live aus Zürich)

Eishockey live bei MagentaSport und MagentaTV

 


 

#EishockeyDeutschland

Mittwoch, 27.05.2026

ab 18.00 Uhr: Folge 2 („Kaltstart“)

 

Montag, 01.06.2026

ab 18.00 Uhr: Folge 3

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