Fußball

Lothar Matthäus über Bayern, Sane, BVB, Kovac, Köln und Funkel

Lothar Matthäus über Bayern, Sane, BVB, Kovac, Köln und Funkel
Lothar Matthäus über Bayern, Sane, BVB, Kovac, Köln und Funkel

Lothar Matthäus erklärt in seiner Kolumne, warum der FC Bayern bei den Verhandlungen mit Leroy Sane nicht nachgeben darf. Zur Zukunft von Niko Kovac in Dortmund spricht er eine klare Empfehlung aus. - Der

Lothar Matthäus über Bayern, Sane, BVB, Kovac, Köln und Funkel
Bild
Lothar Matthäus über Bayern, Sane, BVB, Kovac, Köln und Funkel

Unterföhring, 19.05.2025

Bei den Vertragsverhandlungen mit Leroy Sane ist in er Außendarstellung des FC Bayern vieles unglücklich gelaufen.

Aussagen wie die von Max Eberl, dass man sich mit Sane einig sei, haben den Stoff für Schlagzeilen geliefert. Man sollte daher nicht den Medien die Schuld geben, sondern sich an die eigene Nase fassen und als Verein besser mit allen Beteiligten intern kommunizieren.

ch weiß nicht, was zwischen Klub und Spieler gesprochen wurde. Früher hat ein Wort gezählt. Wenn ich zu Franz Beckenbauer, Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß gesagt habe, ich bleibe noch zwei Jahre, dann hat man zunächst noch gar nicht über Geld gesprochen.

Der FC Bayern hat mehrmals betont, man müsse Gehälter einsparen. Nach dem, was sie alles nach außen erzählt haben, dürften die Bayern bei Sane eigentlich nicht nachlegen., sonst würden sie ihr Gesicht verlieren. Einer wird sein Gesicht verlieren - oder man trennt sich.


Trennung von Sane wäre Verlust für den Verein

Sportlich, finanziell und menschlich wäre eine Trennung ein Verlust für den Verein. Sane hat in den letzten Monaten performt. Ich glaube, dass Kompany, der ihn aus der gemeinsamen Zeit in Manchester kennt, von der menschlichen und fußballerischen Seite her gekitzelt hat. Unter ihm hat sich Sane wieder in die richtige Richtung entwickelt. Er hat Glanzpunkte gesetzt, wichtige Tore erzielt und Vorlagen gegeben. Er hat auch viel nach hinten mitgearbeitet und kommt gut in der Mannschaft an.


Kovac hat einen einmaligen Job gemacht

Borussia Dortmund hat sich am letzten Bundesligaspieltag für die Champions League qualifiziert. Lars Ricken hat gesagt: "Was Niko Kovac hier geleistet hat, ist mit einer der größten Trainerleistungen in der Geschichte des BVB." Ich kann ihm nur beipflichten. Der Verein und der Trainer haben an den richtigen Stellschrauben gedreht.

Niko Kovac hat einen einmaligen Job gemacht. Mit ihm kam Klarheit in die Mannschaft. Er das System umgestellt und eine Atmosphäre geschaffen, in der es allen wieder Spaß gemacht hat. Auch Spielern, die schon so gut wie verkauft zu sein schienen.

Die BVB-Bosse haben sich zurückgehalten, Aki Watzke war zuletzt nicht mehr so häufig zu sehen, und wenn, dann hat er meistens gelächelt. Ich habe Aki selten so auf der Tribüne lächeln sehen wie in den vergangenen Wochen. Das sagt viel aus.


Ich würde mir wünschen, dass man sich an Kehls Worte erinnert

Sebastian Kehl hat erklärt, man wolle "mit Niko den Weg langfristig gehen. Wir brauchen Stabilität auf der Trainerposition." Vereine tätigen häufiger solche Aussagen, aber meistens leben sie sie nicht. Ich würde mir wünschen, dass man sich in Dortmund an Kehls Worte erinnern wird. Ich kenne Sebastian. Er ist jemand, der weiß, was er vor einem oder zwei Jahren gesagt hat.

Man sollte als Verein dem Trainer auch zur Seite stehen, wenn es mal nicht so läuft. Es wird beim BVB nicht immer so laufen wie in den vergangenen Wochen. Es wird auch wieder Niederlagen und Rückschläge geben.


Funkel ist zu 100 Prozent der richtige Trainer für Köln

Der 1. FC Köln hatte mit der Verpflichtung von Friedhelm Funkel ein glückliches Händchen und hat mit dem 4:0-Sieg gegen Kaiserslautern den Aufstieg perfekt gemacht. Nachdem man sich von Trainer Gerhard Struber und Sportchef Christian Keller getrennt hatte, musste die Mannschaft liefern, die Spieler hatten keine Ausrede mehr. Funkel hat ein paar Dinge verändert, hat Spieler wie Kapitän Florian Kainz dort aufstellt, wo sie am besten sind.

Durch seine schnellen und klaren Entscheidungen, wie in der Personalie Tim Lemperle, hat er alles wegmoderiert und niemand hat ihm widersprochen. Friedhelm hat eine riesige Erfahrung. Er ist eine Frohnatur, passt nach Köln und bringt Ruhe in den Verein. Für mich ist Funkel zu 100 Prozent der richtige Trainer für den 1. FC Köln, um als Aufsteiger in der Bundesliga zu bestehen.

Für die Liga ist schön, dass mit Köln und dem Hamburger SV zwei Traditionsvereine zurück sind. Die HSV-Fans haben sieben Jahre lang in der 2. Liga gelitten, trotzdem war das Stadion meistens ausverkauft. Aber auch beim HSV wachsen die Bäume nicht in den Himmel. Man sollte nicht träumen, sondern erst einmal in der Bundesliga ankommen, dann Schritt für Schritt machen und sehen, dass man nichts mit dem Abstieg zu tun hat.

© Sky
Sky Sport-PR
Zur Pressemappe

Kontakt

Sky Sport-PR
Medienallee 26
DE-85774 Unterföhring

+49 89 99 58-68 83
Sky-Sport-PR@sky.de

Social Media & Links

Facebook
X
Instagram
LinkedIn
YouTube
TikTok
Homepage

Themen

» 2-Liga
» Bundesliga
» Fußball

Aktionen

Download als TXT
Drucken

Mediathek

1 Medien
Lothar Matthäus über Bayern, Sane, BVB, Kovac, Köln und Funkel
© Sky Download

Mehr von Sky Sport-PR

Fußball

Bayerns Sportvorstand Eberl zu Kompanys Rede: „Mich hat es brutal berührt“

Die wichtigsten Stimmen im Vorlauf zu den Samstagnachmittagspartien des 23. Spieltags der Fußball-Bundesliga bei Sky.   Vincent Kompany (Trainer FC Bayern München) … … zum Umgang mit seinem Statement über Rassismus: „Ich war vorher in der Spielvorbereitung und bin jetzt im Spielmodus. Dieser schöne Sport bringt wieder 75.000 Leute zusammen. Für mich geht es heute rein um das Sportliche. Ich hoffe, dass es in den meisten Fällen auch rein um das Sportliche geht und wir das eigentlich ...

Sky Sport-PR
Fußball

Wolfsburgs Trainer Bauer zählt sein Team an: „So werden wir die Klasse nicht halten“

Die wichtigsten Stimmen zu den Samstagnachmittagspartien des 23. Spieltags der Fußball-Bundesliga bei Sky.   Vincent Kompany (Trainer FC Bayern München) … zum Spiel: „Vom Gefühl waren wir zu locker, wir haben viele Möglichkeiten vergeben. Nach unserer dominanten Phase wäre ein 3:0 verdient gewesen. Den ersten Fehler von Harry kann ich einordnen, solche Momente passieren einem Stürmer im Strafraum. Das zweite Tor schenken wir dann her und danach hat Frankfurt richtig gepusht. Wir haben...

Sky Sport-PR
Fußball

Leipzigs Kapitän Raum nach verspielter Führung: „Schwer enttäuscht, richtig wütend und richtig sauer“

Die wichtigsten Stimmen zum tipico Topspiel des 23. Spieltags der Fußball-Bundesliga zwischen RB Leipzig und Borussia Dortmund (2:2) bei Sky.     Ole Werner (Trainer RB Leipzig) ... … zum Grund für den späten Punktverlust: „Wir haben es nicht geschafft, noch einmal einen Konter zu setzen. Vor allem haben wir in den letzten zehn Minuten keine klaren Entscheidungen im Ballbesitz getroffen. Dortmund hat von der Bank noch einmal Qualität gebracht und dem Spiel eine andere Richtung gegeben...

Sky Sport-PR
Fußball

FSV-Torschütze Amiri nach Remis gegen den HSV: „Muss für uns in der Situation eigentlich ein Pflichtsieg sein“

Die wichtigsten Stimmen zum Freitagabendspiel des 23. Spieltags der Fußball-Bundesliga zwischen 1. FSV Mainz 05 und Hamburger SV (1:1) bei Sky.     Urs Fischer (Trainer 1. FSV Mainz 05) ... … zum Regelverstoß beim Gegentor: „Die offensive Mauer des Gegners muss einen Meter Abstand zu unserer Mauer haben. Man kann sich die Bilder anschauen: Der HSV-Spieler steht eigentlich fast in unserer Mauer. Das ist dann strafbar, es wäre ein indirekter Freistoß für uns gewesen. Der Schiedsrichter...

Sky Sport-PR